Der monatliche Regelsatz beim Bürgergeld ist knapp bemessen und deckt lediglich den pauschalen, durchschnittlichen Lebensunterhalt ab. Wenn Sie jedoch in einer besonderen Lebenslage sind – etwa durch eine Schwangerschaft, als Alleinerziehende, wegen einer Schwerbehinderung oder einer Krankheit, die eine teure Diät erfordert –, reicht dieses Geld schlichtweg nicht aus.
Lassen Sie sich nicht abspeisen: Das Gesetz sieht für diese besonderen Situationen finanzielle Zuschläge vor, die sogenannten Mehrbedarfe (§ 21 SGB II). Diese werden zusätzlich zum Regelsatz gezahlt. Leider "vergessen" Jobcenter diese Ansprüche häufig im Bescheid oder lehnen sie trotz vorgelegter Nachweise ab. Mit unserem Generator erstellen Sie schnell und einfach einen rechtssicheren Widerspruch, um Ihre zustehenden Zuschläge rückwirkend einzufordern.
Um die fehlenden Gelder erfolgreich einzuklagen, beachten Sie diese Grundregeln:
Redaktionell geprüft am: 26.04.2026
Der Mehrbedarf von 17 % des maßgebenden Regelbedarfs steht Ihnen ab der 13. Schwangerschaftswoche zu (§ 21 Abs. 2 SGB II). Reichen Sie dem Jobcenter eine Kopie der entsprechenden Seite Ihres Mutterpasses (mit errechnetem Entbindungstermin) ein. Der Anspruch endet mit dem Tag der Geburt (ab dann gilt ggf. der Mehrbedarf für Alleinerziehende).
Das hängt von der Anzahl und dem Alter der Kinder ab (§ 21 Abs. 3 SGB II). Bei einem Kind unter 7 Jahren oder bei zwei bis drei Kindern unter 16 Jahren beträgt er 36 % des Regelsatzes. Bei älteren oder mehr Kindern wird gestaffelt prozentual gerechnet (z. B. 12 % pro Kind), maximal jedoch bis 60 % des Regelsatzes.
Nicht automatisch durch die bloße Schwerbehinderung. Der Mehrbedarf nach § 21 Abs. 4 SGB II (35 % des Regelsatzes) wird nur gewährt, wenn Sie erwerbsfähig sind, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten UND das Merkzeichen G (erhebliche Gehbehinderung) in Ihrem Schwerbehindertenausweis eingetragen ist.
Unsere Ratgeber und Generatoren basieren auf der strikten Auswertung aktueller Gesetzestexte. Sie werden von Jan (Projektleitung) & Team entwickelt und durch unser Netzwerk aus Fachberatern regelmäßig auf fachliche Korrektheit geprüft.
Wichtiger Hinweis: Unser Tool generiert Standardvorlagen zur Selbsthilfe und ersetzt keine anwaltliche Einzelfallprüfung.
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