Rechner: Arbeitslosengeld I (ALG 1) – Anspruch, Höhe & Dauer berechnen

Ohne Anmeldung
100% Kostenlos
Sofort-PDF
Anonym & Sicher
Zur Übersicht: Existenzsicherung Direkt zum kostenlosen ALG 1-Rechner springen

Ein drohender oder tatsächlicher Jobverlust ist eine enorme psychische Belastung. Die drängendste Frage lautet dann meist: "Wie viel Geld steht mir künftig zur Verfügung und wie lange kann ich damit meine laufenden Kosten decken?" Eine verlässliche finanzielle Planung ist jetzt das Wichtigste, um nicht in Panik zu geraten.

Schaffen Sie sich finanzielle Klarheit: Mit unserem ALG 1-Rechner können Sie sofort überschlagen, wie hoch Ihr voraussichtliches Arbeitslosengeld ausfällt und wie viele Monate Sie Anspruch auf diese Leistung haben. Die Berechnung basiert auf den aktuellen Werten des SGB III und berücksichtigt Steuerklassen sowie Kinderfreibeträge.

WICHTIG: Grundvoraussetzungen (Anwartschaftszeit) & Meldepflicht

Bevor Sie mit der Auszahlung rechnen können, müssen diese harten Kriterien erfüllt sein:

So wird gerechnet (60 % oder 67 %): Das ALG 1 ist eine Lohnersatzleistung. Haben Sie oder Ihr Ehe-/Lebenspartner mindestens ein Kind (und somit einen Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte), beträgt das Arbeitslosengeld 67 % des pauschalierten Nettoentgelts. Ohne Kind liegt der Leistungssatz bei 60 %.
Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner liefert einen Orientierungswert (Schätzwert) für Ihre private Finanzplanung. Er ersetzt keinen offiziellen Bescheid der Agentur für Arbeit. Komplexe Sonderfälle (wie schwankendes Einkommen, Kurzarbeitergeld im Bemessungszeitraum oder Abfindungen) können vom Rechner nicht exakt abgebildet werden.

Redaktionell & fachlich geprüft am: 29.09.2026 | Es gelten die aktuellen Beitragsbemessungsgrenzen.

1) Deine Daten

Wann bekommst du Arbeitslosengeld I? Du musst in den letzten 30 Monaten vor deiner Arbeitslosigkeit mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben und dich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Wie lange du Geld bekommst, hängt von deiner Versicherungszeit und deinem Alter ab. Dieser Check beantwortet beides in wenigen Minuten.

Ab 50, 55 und 58 Jahren kann das Arbeitslosengeld länger gezahlt werden, wenn du genug Versicherungszeit hast. Maßgeblich ist dein Alter am ersten Tag der Arbeitslosigkeit.

Wähle „Ja“, wenn für mindestens ein Kind ein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht. Das wirkt sich nur auf die Höhe aus, nicht auf den Anspruch selbst.

2) Versicherungszeiten

Zähle die Monate, in denen du Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt hast, also normale Anstellungen und Ausbildungen. Oft zählen auch Zeiten mit Krankengeld oder Mutterschaftsgeld. Minijobs zählen nicht. 30 Tage ergeben einen Monat. Mindestens 12 Monate sind nötig.

Die Dauer deines Anspruchs richtet sich nach den Versicherungszeiten der letzten 5 Jahre. Das schließt die 30 Monate von oben ein. Lässt du das Feld leer, rechnen wir vorsichtig mit dem Wert von oben. Die Dauer kann dann in Wirklichkeit länger sein.

3) Ende deines Arbeitsverhältnisses

Wer selbst kündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, muss mit einer Sperrzeit von bis zu 12 Wochen rechnen. Ein wichtiger Grund kann zum Beispiel ausbleibender Lohn oder Mobbing sein. Das entscheidet die Agentur im Einzelfall.

4) Gehalt, optional für die Höhe

Durchschnitt der letzten 12 Monate inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld. Wenn du das Feld leer lässt, prüfen wir nur den Anspruch und die Dauer.

Die Steuerklasse steht auf deiner Gehaltsabrechnung und beeinflusst die Höhe des Arbeitslosengeldes.

Weitere Hilfsangebote

Sie suchen kostenlose Infos oder Vorlagen? Unser Netzwerk hilft Ihnen auch in anderen Lebenslagen direkt weiter – natürlich komplett gebührenfrei und ohne Anmeldung:

Häufige Fragen (FAQ) zur ALG 1-Berechnung

Was passiert, wenn das berechnete ALG 1 für meine Miete nicht reicht?

Wenn das Arbeitslosengeld I so niedrig ausfällt, dass Sie davon Ihren Lebensunterhalt und die Miete nicht bestreiten können, haben Sie die Möglichkeit, ergänzend Grundsicherungsgeld (aufstockend) beim zuständigen Jobcenter zu beantragen. Alternativ können Sie prüfen, ob Sie Anspruch auf Wohngeld haben. Wohngeld ist oft die bessere Wahl, da Sie sich dann nicht den strengen Regeln des Jobcenters unterwerfen müssen.

Zählen Bonuszahlungen oder Weihnachtsgeld mit in die Berechnung?

Ja! Sogenannte einmalig gezahlte Arbeitsentgelte (wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Boni) erhöhen Ihr Arbeitslosengeld, sofern von diesen Zahlungen Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt wurden. Geben Sie diese Beträge bei der Eingabe Ihres durchschnittlichen Bruttoeinkommens im Rechner mit an (Jahresbrutto durch 12 teilen).

Muss ich auf das ALG 1 noch Steuern zahlen?

Nein, das Arbeitslosengeld I wird steuerfrei und sozialgabenfrei (Ihre Krankenversicherung zahlt das Amt) ausgezahlt. Aber Achtung: Es unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, das erhaltene ALG 1 erhöht den Steuersatz für Ihre restlichen Einkünfte im selben Jahr. Dies kann zu einer Steuernachzahlung bei der Einkommensteuererklärung führen.

Quellen & weiterführende Links

Wer hat diese Inhalte erstellt?

        Unsere Ratgeber und Generatoren basieren auf der strikten Auswertung aktueller Gesetzestexte. Sie werden von Jan (Projektleitung) & Team entwickelt und durch unser Netzwerk aus Fachberatern regelmäßig auf fachliche Korrektheit geprüft.

Wichtiger Hinweis: Unser Tool generiert Standardvorlagen zur Selbsthilfe und ersetzt keine anwaltliche Einzelfallprüfung.    

Mehr über unsere Redaktion & Arbeitsweise erfahren

Sie wissen nicht genau, wo Sie anfangen sollen?
Nutzen Sie unseren Digitalen Lotsen. Er führt Sie in wenigen Klicks zielsicher zum passenden Ratgeber, Rechner oder Generator für Ihr Anliegen.

💡 Fehler entdeckt oder ein technisches Problem? Helfen Sie uns, die Tools aktuell zu halten. Schreiben Sie uns gerne eine kurze Nachricht.